


Rhein-Main-Presse
"Die Spur der Schmierer" - titelte die Überschrift eines Artikels aus der Rhein-Main-Presse den wir Ihnen hier kurz vorstellen möchten. Der Artikel geht auf das Problem mit Graffitischmierereien und deren nicht immer einfachen Entfernung ein.
Als Fachfirma konnten wir zu dem Artikel mit einem kurzen Interview beitragen. Das abgebildete Mahnmal auf dem Schlachthofgelände in Wiesbaden wurde von uns mit einem Permanentschutzlack geschützt.
TV- ZDF
Schmiererei oder moderne Kunst? ZDFneo zeigt eine Dokumentation über die deutsche Graffiti-Szene.
Als Fachbetrieb für Graffitientfernung / Graffitischutz konnten wir durch ein Interview und eine Demonstration das ZDF bei den Dreharbeiten unterstützen.
Farbschmierereien verursachen Schäden in Millionenhöhe
Wiesbaden (ots) - Farbschmierereien verursachen Schäden in Millionenhöhe Illegale Graffiti: 3307 Fälle in Hessen
Die hessische Polizei bearbeitete im letzten Jahr 3.307 Sachbeschädigungen durch illegale Graffiti. Bereits 2009 wurden 3.990 Straftaten in diesem Bereich angezeigt. Der entstandene Schaden betrug über 1.679.000 Euro.
Durch illegales Graffiti wurden über 20.200 m² Flächen beschädigt. Es waren 1.489 öffentliche Gebäude oder Gegenstände und 1.818 private Geschädigte betroffen. Von den 358 Tatverdächtigen waren 340 männlich. Mit 191 Tatverdächtigen war das Alterspektrum von 14-17 Jahren am stärksten vertreten.
Dabei handelt es sich bei "Graffiti" keineswegs um eine vorübergehende Erscheinung, sondern um eine sich immer mehr ausbreitende Bewegung, die die Einstellung der dort aktiven Jugendlichen zeigen soll. Der Schwerpunkt liegt immer noch eindeutig bei Wänden von Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie sonstigen öffentlichen Gebäuden, die eine relativ große Fläche bieten und leicht zugänglich sind. Auch Schulen sind im besonderen Maße betroffen.
Weitere Ziele sind:
Ziel eines Jugendlichen ist es, in seiner Gruppe "berühmt" zu werden, die Sucht nach "fame" (Ruhm) zu befriedigen. Das erreicht er entweder durch eine künstlerische Darstellung oder die häufige Wiederholung sogenannter "tags", wie die individuellen Unterschriften der Sprayer genannt werden. Besonders diese Art ist oft hässlich und verschandelt schnell die komplette Hausfassade. Das Risiko, bei einer Sprayaktion von der Polizei gefasst zu werden, verleiht vielen einen gewissen "Kick", sie werden regelrecht süchtig danach.
Nicht minder störend und hässlich verschandeln auch sogenannte Scratchings und Etchings vor allem Züge und Busse im öffentlichen Personenverkehr. Dabei zerkratzen (engl. to scratch) die Täter mit scharfen Gegenständen vor allem die Scheiben oder beschädigen sie mit ätzenden (engl. to etch) Flüssigkeiten.
Die Polizei in Hessen ist seit Jahren aktiv im Kampf gegen illegale Graffitis. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder. Die Polizeipräsidien haben Arbeitsgemeinschaften und spezielle Ermittlungsgruppen in diesem Deliktsbereich eingerichtet. In Frankfurt hat sich der gemeinsame Arbeitskreis "Anti-Graffiti Rhein-Main" (www.anti-graffiti-rheinmain.de) gegründet. Diesem gehören u. a. die Polizei Frank¬furt, die Bundespolizei, die Deutsche Bahn AG und die Stadt Frankfurt an. Mit einer bundesweiten Vorbeugungskampagne ergänzt die Polizeiliche Kriminalprävention die Ermittlungsarbeit gegen illegale Sprayer. Ziel ist es, den Respekt vor fremdem Eigentum zu fördern und den Schutz vor illegalen Graffiti zu verstärken. Mit dem Faltblatt "Sprühende Fantasie kann teuer werden!" erhalten Eltern Tipps, um das Sozialverhalten ihrer Kinder zu fördern.
Tipps für Jugendliche:
Sprayer haften 30 Jahre für Schaden. Die Polizei setzt auf Information und Abschreckung. So soll in erster Linie das Unrechtsbewusstsein der jungen Sprayer geschärft werden. Schließlich ist klar: Illegale Graffiti bleiben ein teures Vergnügen. Die Sprayer machen sich nicht nur strafbar, sondern verantworten schnell einen Schaden von mehreren Tausend Euro. Wer mit 16 Jahren beim illegalen Sprayen erwischt wird, läuft Gefahr, bis zu seinem 46. Lebensjahr dafür zur Kasse gebeten zu werden. So lange gelten die zivilrechtlichen Ansprüche des Geschädigten gegenüber dem Täter. Bei illegalen Graffiti läuft eben "nicht alles wie geschmiert". Davon können sich Jugendliche im Internet unter www.time4teen.de überzeugen.
Tipps für Eltern:
Typische Merkmale der Graffiti-Sprayer Oftmals fällt es gerade Eltern nicht auf, wenn ihr Kind heimlich Graffiti sprüht. Dabei gibt es typische Anzeichen:
Ein klärendes Gespräch sollte dann oberste Priorität haben. Bei Jugendlichen, die nur wenig Zuwendung und Verhaltenskontrolle erfahren, ist das Risiko, zum illegalen Sprayer zu werden, drei bis vier Mal höher als bei Kindern, denen die Eltern frühzeitig klare Verhaltensregeln und Grenzen setzen, die aber gleichwohl eine positive emotionale Beziehung zu ihnen pflegen. Im neuen Faltblatt "Sprühende Fantasie kann teuer werden!" finden Eltern Informationen über die Graffiti-Szene und Ratschläge, wie sie ihr Kind vorm illegalen Sprayen bewahren können.
Tipps für Hausbesitzer zum Schutz vor Farbschmierereien
Natürlich werden auch die Opfer illegaler Graffiti durch ein spezielles Merkblatt angesprochen. Darin zusammengefasst: Die wichtigsten rechtlichen Möglichkeiten und Ratschläge zum Schutz vor Farbschmierereien. Entscheidend ist, die ungewollten Bilder zu dokumentieren und dann schnellstmöglich beseitigen zu lassen. Denn die Erfahrung der Polizei zeigt: Illegale Graffiti ziehen automatisch Nachahmer an. Manchmal halten bereits Licht und ein Bewegungsmelder sowie aufmerksame Nachbarn Farbschmierer von ihrer Tat ab. Weitere Informationen rund um das Thema illegale Graffiti finden sich im Internet unter www.polizei-beratung.de und für Jugendliche speziell aufbereitet unter www.time4teen.de. Das Merkblatt für Geschädigte und der Flyer für Eltern können unter www.polizei-beratung.de heruntergeladen werden oder sind wie die Postkarte für Jugendliche bei jeder Polizeidienststelle kostenlos erhältlich.
Hessisches Landeskriminalamt Pressestelle Udo Bühler Telefon: (0611) 83-1020 oder -1021 Fax: (0611) 83-1025 oder -1026 E-Mail: pressestelle.hlka@polizei.hessen.de http://www.polizei.hessen.de